Das Tango-Vida-Konzept

Tango nach dem TangoVida-Konzept beschreibt einen integralen Weg zum Erlernen des Tango und des Erlebens seiner Faszination.

Die Grundlage hierfür bilden die sich ergänzenden Perspektiven und Elemente der

      1. "Verbindungen im Tango" und der
      2. "Bewegungsprinzipien der Spiraldynamik
®".
 
Mit den Verbindungen auf den verschiedenen Ebenen und den Bewegungsprinzipien 
nach der Spiraldynamik®  entsteht ein ganz besonderes "Tangoerlebnis".


1. Die Verbindugen im Tango

Unser Körper, unsere Seele/Gefühl und unser Geist werden beim Tanzen des Tango berührt. Das einzigartige Gefühl im Tango entsteht über die Verbindungen zum sich selbst, zum Tanzpartner, 
 zum Boden und zur Musik. Die Verbindungsdimensionen stehen in Wechselwirkung zueinander, d.h. sie beeinflussen sich gegenseitig und fördern in der Gesamtheit das intensive Erleben des Tango.   

-> Die Verbindung zu sich selbst
Die Verbindung zu sich selbst ist die eigentliche Öffnung für den Tango.
Mit der Wahrnehmung des eigenen Körpers und einer fließenden Atmung wecken wir unsere Sinne für die Verbindung von innen nach außen.


-> Die Verbindung zum Tanzpartner
Die Verbindung zum Tanzpartner bzw. Tanzpartnerin, ist die Voraussetzung für das Führen und Folgen und daneben der Kanal für das Fließen derverbindenden Herzenergie.


-> Die Verbindung zum Boden
Die Verbindung zum Boden ist die Voraussetzung für die sichere, koordinierte und dynamische Bewegung.


-> Die Verbindung zur Musik
Die Verbindung zur Musik und Rhythmus bedeutet sich von der Melodie, dem Takt und Rhythmus tragen zu lassen.

-> Die Verbindung zum Raum und Umfeld
Die Verbindung zum Raum und Umfeld bedeutet empfänglich zu werden für die Dynamik des Miteinanders im Raum und dem achtsamen Umgang mit Anderen.

 


Je mehr Verbindungen sich in der gemeinsamen Bewegung entfalten (können), desto intensiver wird der Genuss des Tango.

2. Tango mit dem Spiraldynamik®-Bewegungskonzept

Die Spiraldynamik® ist ein anatomisch fundiertes Bewegungskonzept. Es zielt auf die intelligente und natürliche Bewegung ab.

Im TangoVida-Konzept findet dieses Bewegungsprinzip eine kongeniale Anwendung.

Das "spirale Prinzip" findet sich in der Natur immer wieder, wenn es flexibel, stabil und zugleich Platz sparend sein soll. Im Tango entstehen vielfältige Drehbewegungen um die Drehachsen im Körper. 

Das Bewegungskonzept nach der Spiraldynamik
® fördert die Stabilität und Flexibilität, schafft Raum für die Drehung zwischen den Tanzpartnern, sieht natürlich und ästhetisch aus.


Für Tangotänzerinnen und Tangotänzer ist das Bewegungskonzept der Spiraldynamik® ein faszinierendes, effektives und leicht erlernbares System zur Entwicklung der eigenen Beweglichkeit und des ästhetischen Ausdrucks im Tango.

Eine Metapher*1) für die Entwicklung als Tangotänzerin und Tangotänzer anhand der TangoVida-Dimensionen wäre das "Instrument" und die Möglichkeiten damit:

Eigenes Instrument stimmen (Verbindung zu sich selbst)
-> Körpertraining, Bewusstheit, Entwicklung der spiraldynamischen Beweglichkeit

Instrument spielen (Verbindung zum Boden)
-> Erlernen von Techniken für die Stabilität und Flexibilität

Zusammen eine Symphonie spielen (Verbindung zum Tanzpartner)
-> Bewusstheit und Achtsamkeit in der gemeinsamen Bewegung

Ein Klangerlebnis schaffen (Verbindung zur Musik)
-> Bewusstheit, Achtsamkeit, Wahrnehmung, Sinnlichkeit, Bewegungstechniken und Bewegungsausdruck


 *1) in Anlehnung an: Ulrich Betz, Christian Heel, Band 1: Bewegungssystem, Thieme Verlag, 2006